Feine Rispen bleiben auf etwa 50 Zentimetern
‘Palava’ bildet kompakte Horste aus schmalen, grünen Blättern. Über dem Laub erscheinen im Juni und Juli feine, gelblich-braune Blütenrispen. Mit ihrer überschaubaren Höhe lässt sich die Sorte auch dort einplanen, wo ein hohes Gras die benachbarten Stauden verdecken würde.
Eine kleine Gruppe kann den lockeren Charakter der Rispen betonen. Als Richtwert für die Planung gelten vier Pflanzen je Quadratmeter. Wie die Gruppe in die übrige Pflanzung passt, hängt auch vom Platzbedarf der Nachbarn ab.
Blühen, ohne sich im Beet auszusäen
Die Sorte ist steril: Ihre Blüten bilden keine keimfähigen Samen. Steril bedeutet hier also nicht, dass die Pflanze nicht blüht. Gerade diese Verbindung aus Blütenschmuck und fehlender Selbstaussaat macht ‘Palava’ für übersichtliche Staudenpflanzungen interessant.
Ein früher Sommerschnitt, der bei aussamenden Schmielen den Samenansatz verhindern soll, ist bei ‘Palava’ aus diesem Grund nicht nötig. Das ist allerdings kein Versprechen für ein insgesamt sämlingsfreies Beet: Samen anderer Pflanzen können weiterhin aufgehen.
Auch im Schatten zählt ein frischer Boden
‘Palava’ eignet sich für sonnige, halbschattige und schattige Plätze. Für die Pflanzung bieten sich besonders Sonne oder Halbschatten mit frischem, durchlässigem Boden an. Frisch heißt, dass die Erde zuverlässig mit Feuchtigkeit versorgt ist; ein dauerhaft trockener Platz passt nicht zu dieser Standortangabe.
Prüfe vor allem in der ersten Wachstumsperiode regelmäßig, ob die Erde austrocknet. Bei Trockenheit braucht die frisch gesetzte Schmiele Wasser, besonders während heißer Phasen. Ein fester Gießkalender ersetzt diese Kontrolle nicht.
Im Februar oder März wird zurückgeschnitten
Schneide ‘Palava’ im Februar oder März zurück. Trage bei der Arbeit mit den Blättern Handschuhe.
Im Frühjahr kann eine leichte Gabe Kompost oder organischer Dünger die Blüte unterstützen. Sie ist eine Möglichkeit, keine Pflichtmaßnahme.
Häufige Fragen zu Deschampsia cespitosa ‘Palava’
Braucht ‘Palava’ im Kübel auch im Winter Wasser?
Prüfe die Erde auch im Winter an frostfreien Tagen. Ist sie trocken, kann Gießen nötig sein. Entscheidend ist der tatsächliche Wasserbedarf; die Winterpause ist kein Grund, die Feuchtigkeit im Gefäß ganz aus dem Blick zu verlieren.
